Weihnachten in Costa Rica

Hohoho! Noch einmal schlafen, dann ist es so weit. Ich habe beschlossen, das hier wird  mein Geschenk für euch treue Blogleser: ein ausführlicher Bericht über die Adventszeit hier. Mit viiielen Fotos. Deal? Okay, los gehts!

Schon lange, bevor der Dezember überhaupt begonnen hatte, sah man hier winterliche Dekorationen in den Schaufenstern (bitte schreibt mir einen Kommentar, wenn ich nicht die Einzige bin, die gerade Schaufen-Stern gelesen hat). Am Anfang des Monats war die letzte Examensphase in der Schule, da kam nicht wirklich Weihnachtsstimmung auf. img-20161214-wa0001Naja, es wurde eine kleine Krippe aufgebaut. Die sind generell hier viel üblicher als in Deutschland – fast jedes Haus besitzt ein paar Figuren, die mit Stroh und Lichterketten in einer Ecke aufgestellt werden. Hier seht ihr unsere Krippe, in der es sich Danna zwischen den Schafen gemütlich gemacht hat.

Ein großer Punkt sind auch die geschmückten Häuser. Kitschige Lichterketten im amerikanischen Stil sind besonders beliebt. Ich muss aber zugeben, dass das im Dunkeln einen schönen Effekt hat, vor allem, wenn ganze Straßen bunt beleuchtet sind.

Adventskalender oder -kränze gibt es hier nicht, und echte Kerzen habe ich auch kaum gesehen. Weihnachtsbäume sind schon üblich, allerdings nur aus Plastik und überladen mit Schmuck. Mir gefällt unserer trotzdem.

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Backen ist nicht so typisch wie in Deutschland, es gibt ja das ganze Jahr Kekse. Allerdings macht fast jede Familie einen Weihnachtskuchen, wir auch. Die Zutaten sind Butter, Eier, Zucker, Vanille, Kakao, Mehl, Backpulver, gezuckerte Früchte, Nüsse und Rosinen. Die Mengenangaben werde ich nochmal nachfragen, habe ich gerade nicht alles im Kopf. Jedenfalls war es viel, denn wir bekamen fünf oder sechs Kuchen aus dem Teig. Deutsche Plätzchen machten wir auch: Butterkekse mit Zuckerguss und bunten Perlen und Kokosmakronen. Für morgen sind Kartoffelsalat und Bratäpfel geplant und an Weihnachten machen wir Lebkuchen und gebrannte Mandeln.

Die ULTIMATIVE Weihnachtstradition hier ist aber definitiv Tamales machen. Das stand bei uns gestern auf dem Programm. Dafür muss man erst die masa zubereiten, eine Mischung aus Maisstärke, Fleischbrühe und Butter. Das dauert schon Stunden, weil sie langsam kocht und immer dicker wird. Währenddessen richtet man die anderen Zutaten her – Reis, Gemüse, Hühnchen, Kartoffeln, Bohnen – und schneidet die Bananenblätter zu. Dann gibt man einen Klecks Maismischung und ein bisschen Füllung auf jedes Blatt. Die werden dann mit einer bestimmten Technik zu Paketen gefaltet und in Paaren zusammengeschnürt. Zum Schluss müssen diese nochmal 20min in heißem Wasser kochen. Dabei verfestigt sich die Masse. Tamales isst man gerne zum Frühstück oder zum Kaffee. In der Diashow findet ihr einige Eindrücke von gestern. Mir hat es Riesenspaß gemacht, in der Küche zu helfen! Auch wenn meine Arme vom ewigen Rühren müde waren, wir haben Musik angemacht und dazu getanzt. Es machte mir dann auch nichts, dass meine Schwester ein Video auf Snapchat geteilt hat.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Heiligabend am 24. Dezember ist hier kein besonderer Feiertag – das Fest ist am Tag danach. Dann versammeln sich alle bei den Großeltern, um Weihnachten mit der Familie zu verbringen. Es wird viel gegessen und gegebenenfalls Geschenke verteilt. Ich habe wegen des Wechsels für meine neuen Verwandten kaum etwas, nur einige Mitbringsel aus Deutschland. Meiner Gastmutter und -schwester habe ich ja einen Adventskalender mit Kleinigkeiten gemacht.
Für meine alte Familie habe ich sogar Geschenke dagelassen, als ich gegangen bin (mittlerweile frage ich mich, warum eigentlich – es kam nicht mal ein Dank): ein Audi-Modell, einen Schmuckkalender, Handcreme und Tintenpatronen für Fernanda, Raumduft für den Bruder, ein Mäppchen und Radiergummi für Emanuel, ein Lavendelkissen für die Mutter, Taschentücher für den Vater und Schokolade für alle.

Naja, egal. Die Zeit dort habe ich hinter mir, und kann jetzt voller Freude nach vorne sehen. Hier fühle ich mich einfach pudelwohl und angekommen. Abgesehen davon habe ich ein neues Handy und kann endlich Fotos machen. Snapchat funktioniert auf dem iPhone auch  😉 Und ich wurde sofort in den Spotify-Account der Familie aufgenommen und kann jetzt Musik hören, so viel ich will!
Nach Weihnachten reisen meine Gastmutter und -schwester für zwei Wochen nach Florida. Die Zeit werde ich bei den Großeltern, der Tante und Sylvester bei der Besitzerin des italienischen Restaurants verbringen. Dort waren wir am Mittwoch und haben Pasta gegessen und uns mit Cinzia unterhalten. Hier ein Panorama vom Cafe, weil es für mich wie ein drittes Zuhause ist.2016-12-21 15.07.57.jpgAm 9. Januar kommen die zwei zurück, nur um zwei Tage später nach Mexiko zu fliegen. Es ist noch unklar, ob ich in dieser Zeit am Sommercamp von intercultura (Schildkrötenbabys!!) teilnehmen werde, weil wir vermutlich zu wenige Personen sind.

Was sind eure Ferienpläne? Gibt es Schnee? Ich freue mich immer, von euch zu hören! Mir bleibt nur noch zu sagen – frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in 2017, falls wir uns bis dahin nicht mehr sprechen sollten! Vielen Dank für all eure Unterstützung und ich habe euch sehr lieb.

Eure Annika  ❤

 

 

 

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