Feiertage und Ferien

Buenos días a tod@s!

Wie geht’s, wie steht’s? Ich hoffe, ihr habt den Rest von 2016 gut überstanden und seid motiviert und voller neuer Hoffnung ins neue Jahr gestartet! Nachdem ich kurz vor Weihnachten noch schnell eine Zusammenfassung des Dezembers geschrieben habe, möchte ich heute berichten, wie Heiligabend und Silvester abgelaufen sind.

Wie ihr vielleicht wisst, dauern die langen Ferien hier bis Februar, mir bleiben also noch einige freie Tage. Im Moment bin ich allerdings bei den Großeltern und habe kein Internet, weiß also nicht, wann ich das hier veröffentlichen kann. Aber eins nach dem anderen… Setzen wir da an, wo ich das letzte Mal aufgehört habe: an Weihnachten.
Der 24. Dezember lief bei uns sehr ruhig ab: meine Gastmutter war bis nachmittags in San José unterwegs und ich stand mit meiner Schwester den ganzen Tag in der Küche. Zum Abendessen gab es klassisch Truthahn mit Cranberrysoße, einen großen Salat mit Gemüse und Kartoffelsalat, auf den ich sehr stolz war. Als Nachtisch machte ich Bratäpfel in hausgemachtem Blätterteig mit ebenfalls selbst zubereiteter Vanillesoße (das Rezept findet ihr in diesem Post). Alles war superlecker! Danach spielten wir noch bis spät Jenga, Rummikub und Co.


Am nächsten Tag kam die ganze Familie bei den Großeltern zusammen und es gab erneut viel tolles Essen. Ich machte gebrannte Mandeln, die sehr gut ankamen, und verteilte Geschenke an sämtliche Verwandte. Es waren Kleinigkeiten, die meine Eltern und Oma mit geschickt hatten: bedruckte Servietten, Kerzen, Spielzeugautos, Cremes etc. Ich glaube, sie haben sich trotzdem gefreut!

Dann flogen meine Gastmutter und Schwester für zwei Wochen nach Florida. Das ist aber kein Problem, weil ich wie bereits erwähnt in einem kleinen Dorf bei den Großeltern lebe. Hier ist es nochmal komplett anders: das Grundstück ist eingezäunt, die Küche funktioniert mit Gas/Feuer und sie haben über 20 Vögel in Käfigen. Die beiden sind total lieb und ich lerne die wirklich typische costa-ricanische Küche kennen inklusive gallo pinto, Maistortillas, Hafergetränk, Bohnenbrei, plátanos in allen Varianten und süße Kokostafeln (wenn ich dazu komme, poste ich mal einige Rezepte). Langeweile bekomme ich auch nicht, denn meine 22-jährige Cousine ist total lieb, nimmt mich zu allen möglichen Orten mit und stellt mich ihren Freunden vor. Sie wird ab März ein Jahr als Au-Pair in der Nähe von Köln verbringen und spricht schon super Deutsch. Gestern habe ich bei ihr übernachtet und wir haben einen Netflix-Marathon hingelegt 😉

Das Wochenende von Neujahr verbrachte ich bei der Besitzerin des italienischen Cafes in meiner ehemaligen Stadt. Wir machten Ausflüge nach Sarchí, in die Hauptstadt, zu traumhaften Wasserfällen und Thermalquellen. Am Silvesterabend waren wir bei ihnen zuhause und feierten mit einigen Freunden – sehr international, wir waren zwei Italiener, zwei Türken, zwei Costa-Ricaner und eine Deutsche. Mittlerweile bin ich aber wieder bei den Großeltern, wo das Klima deutlich angenehmer und sehr sommerlich ist. Vom 11. bis zum 15. Januar werde ich übrigens an einem Sommercamp von intercultura teilnehmen, in Guanacaste am Strand …während meine Familie noch eine Woche in Mexiko verbringt. Nächste Woche beginnen hier die fiestas, mit Pferdeschau, Essen, Stierkämpfen, Konzerten etc. Das ist eine Art traditionelles Festival in diesem Dorf und ein Riesenevent – vergleichbar mit dem Oktoberfest in Deutschland. Auch mit 16 darf ich leider nicht in die Bars, um Konzerte zu sehen, aber wenn ich Glück habe, nimmt meine Cousine mich abends mal mit.

Und danach? Wer weiß. Ich lasse das auf mich zukommen. In letzter Zeit merke ich, wie meine Einstellung sich der hiesigen anpasst. Ich bin entspannter, spontaner und offener. Und mein Spanisch ist auch noch mal besser gekommen. Alles in allem bin ich sehr zufrieden und komplett im Ferienmodus. Über Schule (die neue Klassenstufe, Lehrerwechsel, die lange Busfahrt) mache ich mir noch gar keine Gedanken. Alles zu seiner Zeit  🙂 Apropo Zeit – mittlerweile bin ich bei über 170 Tagen hier in Costa Rica, habe also die Hälfte meines Auslandsjahrs hinter mir! Das ist  unglaublich und ehrlich gesagt kann ich mir im Moment überhaupt nicht vorstellen, zurück nach Deutschland zu fliegen. Das heißt nicht, dass ich meinen Alltag dort nicht mag oder meine liebsten Menschen nicht vermisse. Es ist nur merkwürdig, weil mein Leben hier so anders ist.
Naja, ich werde versuchen, die verbleibenden sechs Monate hier auszukosten und jeden Tag zu genießen. Das ist generell die richtige Lebenseinstellung, aber ich habe das Gefühl, das ist einem oft nicht bewusst, bis etwas passiert oder man einen Tapetenwechsel durchmacht. 

ein wunderschöner Aussichtspunkt in der Natur

Ich sende euch allen positive Schwingungen ins kalte Europa. Pura Vida! Eine Mentalität, die sich nicht anders in Worte fassen lässt und die ich erst langsam zu verstehen beginne.

Eure Annika ❤️

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6 Gedanken zu “Feiertage und Ferien

  1. Liebe Annika, dein Opa möchte Dir zunächst ein gutes Neues Jahr wünschen. Ich bin sehr stolz auf Dich und beneide Dich um Deine Erfahrungen im Ausland. Mit Interesse verfolge ich Deine Erlebnisse. Ich hatte leider nicht die Möglichkeiten wie Du sie hast.
    Ich bin jetzt in einem Alter, wo ich mich mit dem Sinn meines Lebens beschäftige.
    Ich bin für alle Fragen offen und habe 2 Mitstreiter gefunden, mit denen ich mich über die
    Evolution austauschen kann.
    Wir haben eine Homepage aufgesetzt. Wenn Du zeit hasst dann kannst Du ja mal rein-schauen. Deine Einstellung würde mich interessieren.
    https.//evolutionsbiologie.info. Viele schöne Erlebnisse und eine gute Zeit wünscht Dir
    Dein Opa Jürgen

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