345 Dinge über Costa Rica

Auf dieser Seite versuche ich, für jeden Tag ab dem 20. Juli, den ich hier verbringe, etwas aufzulisten, das mir neu oder spannend vorkommt. Für ein bisschen Übersicht sind die wichtigen Stichwort hervorgehoben und die Monate durch gestrichelte Linien getrennt. Ansonsten gibt es keine Ordnung, die Informationen sind mehr oder weniger relevant und komplett durcheinander. Gelegentlich tauchen mehrere auf einmal auf, wenn ich einen Tag verpasse. Viel Spaß beim Lesen, Wundern und Staunen!

  1. Die Costa Ricaner summen und singen viel vor sich hin.
  2. Der Verkehr ist absolut verrückt. Hier geht man einfach zwischen den Autos durch über die Straße. Außerdem wird viel gehupt, gedrängelt und ziemlich rasant gefahren.
  3. WP_20160721_11_11_51_ProEin Euro sind ca. 630 Colones und es gibt keine kleinere oder größere Währung.
  4. In San Jose gibt es viele rote Taxis, deren Fahrer alle versuchen, die Aufmerksamkeit der Passanten zu bekommen. Es ist wichtig darauf zu achten, dass die Autos offiziell gekennzeichnet sind und dass das Taxometer läuft. Dann kann man sie ohne Gefahr benutzen.
  5. Die Familien sind sehr groß. Zuhause sind unsere jährlichen Familientreffen mit 30 Leuten schon etwas Besonderes und hier haben meine Gasteltern jeweils acht Geschwister und auf beiden Seiten sind es insgesamt um die 70-90.
  6. In der Bank darf man sein Handy nicht benutzen.
  7. Die Ticos lieben Kaffee und trinken ihn nicht nur zum Frühstück, sondern auch nachtmittags und sogar abends, ohne dass es ihren Schlaf beeinträchtigt.
  8. Sitzgurte im Auto? Gibt es, ja. Aber benutzen muss man die ja nicht, oder? Ich bin tatsächlich oft die Einzige, die sich anschnallt. Das mache ich aber auch konsequent, denn a) ist es wirklich nicht viel Aufwand, b) will ich mir das nicht in Deutschland wieder angewöhnen müssen und c) sind die Straßen teilweise ziemlich gefährlich.WP_20160725_11_03_43_Pro
  9. Es gibt überall frische, bunte, tropische Früchte, deren Namen ich teils noch nie gehört habe.
  10. Hier sprechen die Leute fast kein Englisch und in der 9. Klasse lernen wir gerade simple past (die einfache Vergangenheit).

    August

  11. Statt Milch benutzen die Ticos häufig Milchpulver, z.B. von Nestlé, das in Wasser gemischt wird.
  12. Beim Abzählen an der Hand wird hier mit dem kleinen Finger begonnen.
  13. Ayote ist ein Gemüse mit der Konsistenz von Kartoffeln und schmeckt wie die Stiele von Brokkoli.
  14. Mae ist ein üblicher Ausdruck unter Jugendlichen und heißt so viel wie „Alter“, „Mann“ oder „Junge“.
  15. Die Zitronen haben eine grüne Schale und sind innen orange, schmecken aber genauso so sauer.
  16. Die Sonne geht um fünf Uhr auf.
  17. Um kurz nach sechs ist Sonnenuntergang.
  18. Das ist jeden Tag das ganze Jahr so, was mich noch ein bisschen verwirrt.
  19. Zwischen Mädchen/Mädchen und Mädchen/Junge ist die Begrüßung ein Küsschen auf die rechte Wange, Jungs untereinander geben sich die Hand.
  20. Es gibt Münzen im Wert von 5, 1o, 25, 50, 100 und 500 Colones.
  21. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Salz stärker salzt.
  22. Jeder, und zwar wirklich jeder, nutzt Facebook (ich jetzt auch).
  23. Die Klassenarbeiten sind zu einem großen Teil Multiple Choice, also zum Ankreuzen.
  24. Obwohl sie ziemlich gleich aussehen, gibt es einen großen Unterschied zwischen bananos und plátanos. Letztere sind nämlich Kochbananen, die gebraten sehr lecker schmecken – roh aber nicht.
  25. Der Muttertag in Costa Rica ist heute am 15. August und wird groß gefeiert mit Sonderangeboten, bedruckten Tassen und Geschenken.
  26. Gelegentlich fahren wir zu sechst in unserem normalen Auto.
  27. Wenn man bei etwas nicht mitspielen oder unparteiisch bleiben will, sagt man soy mantequilla, wörtlich „ich bin Butter„. Als das heute ein Freund gesagt hat, habe ich ungefähr eine halbe Stunde gelacht.
  28. Gestern gab es ein kleines Erdbeben und mein Tisch hat ein bisschen gewackelt 🙂
  29. Das Toilettenpapier wird nach Benutzung in einen Mülleimer neben dem Klo geworfen. Man gewöhnt sich daran.
  30. Einige Gemüsesorten, die ich nicht kannte, sind Ayote, Tiquisque, Yuca und Chayote.
  31. verde bedeutet „grün“, wird aber auch synonym zu „schlau, clever, intelligent“ verwendet.
  32. Das Notensystem hier geht von 0-100, aber mit weniger als 65 Punkten besteht man ein Examen nicht.
  33. Statt der Fee kommt hier eine Ratte und legt Geld unter das Kopfkissen, wenn man einen Zahn verliert.
  34. Dort, wo ich lebe, benutzt man fast ausschließlich „usted“, was der deutschen Höflichkeitsform entspricht. Gewissermaßen siezen sich also alle – auch Kinder und Paare. Das ist ganz normal.
  35. Die Menschen sind im Allgemeinen ziemlich klein.
  36. Für besonders gute Noten bekommen Schüler eine Einladung, die Schule bei einem Marsch am Nationalfeiertag zu repräsentieren.
  37. Die Verkleinerungsform ist sehr beliebt und wird mit „-tico“ gebildet, was den Costa Ricanern ihren Spitznamen verleiht. Beispiel? caliente – calientico (warm)
  38. Ein Extremfall ist das Wort chiquitititico (klitzeklein). Wer kann das auf Anhieb aussprechen?
  39. Es läuft fast immer der Fernseher, egal ob zuhause, im Supermarkt oder Restaurant.
  40. Das Jahr ist in zwei Phasen unterteilt: Sommer und Winter. Letzterer geht von Mai bis November, und im Moment gibt es täglich heftige Regenschauer. Der „Sommer“ hingegen ist trocken. Die Temparatur ist aber immer ungefähr gleich (18-25°C).
  41. Die Schlümpfe heißen hier pitufos.

    September

  42. Fast alle Nationalgerichte enthalten Fleisch  :/
  43. Bei McDonalds kann man das typische Essen gallo pinto kaufen.
  44. WP_20160828_17_25_45_ProEs gib total viele Worte für schön, u.a. lindo, bonito, hermoso, precioso, guapo, maravilloso, bello.
  45. Adressen, wie wir sie kennen, gibt es nicht. Die Angaben für Häuser sind zum Beispiel „300m südöstlich der Bank“ oder „500m nördlich vom Supermarkt“. Mit den Namen des Empfängers kommen Briefe dennoch fast immer problemlos an, weil die Postboten jeden kennen.
  46.  Heute ist der vierte Jahrestag eines heftigen Erdbebens in Costa Rica. Es hatte die Stärke 7,6 und alle erinnern sich genau daran, was sie am 5. September 2012 in diesem Moment getan haben.
  47. Die zwei großen Fußballteams hier heißen Saprissa und Liga und rivalisieren ähnlich wie der FC Bayern München und Borussia Dortmund in Deutschland. In meiner Familie sind Emanuel, mein Gastvater und Fernanda Anhänger von Saprissa und Elena und Jorge, der große Bruder, liguistas. Ich bin noch unsicher, haha 😀
  48. Die Schule beginnt um sieben Uhr.
  49. Bananen sind hier ziemlich klein und viiiel süßer als in Deutschland.
  50. Heute am 9. September ist der Día del Niñ0, an dem alle verkleidet in die Schule kommen und es viele Süßigkeiten gibt.
  51. Leichter Nieselregen wird hier pelo de gato, wörtlich „Katzenhaare“ genannt.
  52. Das Schuljahr ist in Trimester unterteilt.
  53. Die Lehrer werden mit dem Vornamen oder einfach mit „profe“ angesprochen.
  54. Es gibt WhatsApp-Gruppen für beinahe jedes Fach, in denen der Lehrer ebenfalls ist.
  55. Am 14. September um exakt 6 Uhr abends singt das ganze Land die Hymne.
  56. Heute ist der Nationalfeiertag von Costa Rica – man feiert 195 Jahre Unabhängigkeit.
  57. Die Tastaturen haben ein „ñ“, aber natürlich keine Umlaute.
  58. Zuhause dürfen wir nicht barfuß herumlaufen.
  59. Im Stadtzentrum laufen jede Menge Hunde frei herum.
  60. Der Abschlussjahrgang hat eine andere Uniform als die restlichen Stufen.
  61. Der Vulkan Turrialba ist gerade sehr aktiv und spuckt eine Menge Asche.
  62. Es gibt hier viele kleine Supermärkte, die sehr familiär wirken. Mit den Kassierern wird stets Smalltalk gehalten.
  63. Meine Gastmutter sagt, wenn sie mal nicht genug Geld dabei hat, bezahlt einfach jemand aus der Schlange hinter ihr.
  64. Smoothies und Fruchtshakes sind unglaublich günstig hier (ein Riesenbecher für weniger als 1€).
  65.  Im Spanischen gibt es viele Namen, deren frappierende Ähnlichkeit zu deutschen Namen mir oft erst beim 100sten Mal klar wird. Zum Beispiel Esteban (Stefan), Enrique (Henrik), Jorge (Georg)…
  66. Auf Hygiene wird im Allgemeinen viel Wert gelegt, das bedeutet Hände waschen und Desinfektionsmittel.
  67. Die refrescos werden mit Pulver und Wasser zubereitet, haben bunte Farben und sind meistens sehr süß.
  68. Jeder hat hier zwei Nachnamen, von denen der erste vom Vater und der zweite von der Mutter kommt.
  69. Die Kommentatoren bei Fußballspielen sind SEHR enthusiastisch und rufen bei Toren stets 1 Minute lang „un goooooooooooooooooool…!“. Ich übertreibe nicht.
  70. Das Schulgebäude hat Tore, die nach Einlass verschlossen werden.
  71. Es wird viel über andere Leute geredet, sowohl positiv als auch negativ.

    Oktober

  72. Am 1. Oktober ist der Dia del Adulto Mayor, also der „Tag der Älteren Person„. Der wird aber nicht wirklich gefeiert.
  73. „ropa americana“ heißen hier die Second-Hand-Läden für gebrauchte Kleidung.
  74. Wir machen jeden Morgen das Bett.
  75. Es ist oft sehr neblig hier.
  76. Der Name Fiorella, den ich vorher noch nie gehört habe, ist sehr häufig.
  77. Man beginnt die Grundschule (escuela) mit 6 oder 7 Jahren.
  78. Für Gebäck, Nachtische etc. ist dulce de leche, eine dickflüssige, süße braune Creme sehr beliebt.
  79. Die meisten Leute haben zwei Vornamen und bei Frauen sind Maria und Anna sehr häufig.
  80. Das Dach der Turnhalle wp_20160902_06_22_12_proist undicht und bei starkem Regen gibt es Pfützen auf dem Boden.
  81. Der Geldschein mit dem höchsten Wert ist 50 000 Colones, umgerechnet 80€. Er ist lila und zu sehen ist der Schmetterling (morpho azul), der ein Nationalsymbol darstellt.
  82. Die allermeisten Häuser haben keine Heizung.
  83. Heute am 12. Oktober ist der Dia de las Culturas, weil Columbus an diesem Tag hier ankam. Er wird an Schulen, Kindergärten etc. mit Verkleidung und Nationalgerichten aus verschiedenen Ländern gefeiert.
  84. Es gibt platanos auch in dünnen Scheiben frittiert als Chips – meine neue große Liebe.
  85. Eine typische Redewendung ist auf jeden Fall que chiva!, was so viel wie „hammer“, „cool“, „super“ bedeutet.
  86. Heute ist genau ein Viertel meiner Zeit vorbei.
  87. Fast alle Frauen und Mädchen hier haben professionell gemacht Nägel mit aufwendigen Mustern und Bildchen.
  88. Unser neuestes Familienmitglied, ein Chihuahua, heißt Abby.
  89. Es fällt fast jeden Tag irgendwelcher Unterricht aus, dann sind wir libres, also „frei“ – mehr oder weniger, denn das Schulgelände können wir nicht verlassen.
  90. sopa azteka ist ein beliebtes Gericht hier und besteht aus Tomaten, Käse, Brotstreifen und Avocado.
  91. Die Beziehung zu den Lehrern ist sehr entspannt. Wir haben angefangen, unsere Klassenlehrerin mami zu nennen.
  92. Mittlerweile schnalle ich mich im Auto auch nicht mehr an  😀
  93. Es gibt hier unglaublich viele typische Redewendungen, deshalb ist das Spanisch ein bisschen schwer zu verstehen.
  94. Tatsächlich existiert ein Lied mit dem Namen Hablo Como Tico, also „ich rede wie ein Costa Ricaner“. Hier der Link zum YouTube-Video. Auch wenn ihr nichts versteht (keine Angst, auch ich kannte nur ca. 10% der Ausdrücke!) hat es definitiv lateinamerikanischen Groove. Im Video sieht man außerdem einige schöne Eindrüke von Costa Rica.
  95. Man hört täglich gefühlte hundertmal die Worte hijo de puta als Äquivalent zu so ziemlich jedem vorstellbarem Schimpfwort. Wörtlich heißt das „Hurensohn“, wird aber nicht als Beleidigung, sondern mehr wie „scheiße“ oder „verdammt“ gebraucht, auch im Sinne von „verdammt gut/lecker/schwer“
  96. Erwachsene sagen hijo de pucha oder hijo de puña, entsprechend so etwas wie „verflixt“ oder „Scheibenkleister“.
  97. Mittlerweile regnet es nicht mehr so regelmäßig.
  98. Die Leute hier neigen dazu, bei Krankheit oder Schmerzen sofort Medizin zu nehmen oder gehen in die Apotheke, um eine Spritze zu bekommen.
  99. Die Busverbindung in die Nachbarstadt (eine Stunde Fahrt) ist sehr gut und kostet nur etwas mehr als 1€.
  100. Ich bin schon unglaubliche hundert Tage hier.
  101. Snapchat wird exzessiv genutzt.
  102. Halloween gilt als das Fest der Dämonen und wird in diesem streng katholischen Land eher nicht gefeiert.
  103. San José ist die Hauptstadt des Landes und bei den Ticos von außerhalb eher unbeliebt.

    November

  104. Von Blinken im Verkehr hält man hier nicht so viel.
  105. Adios kann man sowohl als Begrüßung als auch zum Abschied verwenden.
  106. Nach dem Bekreuzigen küssen die Leute hier ihren Finger.
  107. Die Zimmertüren stehen fast immer offen.
  108. In den Wohnzimmern hängen oft Babyfotos der Kinder des Hauses.
  109. Wir haben zwar einen Festnetzanschluss, allerdings wird meistens über das Handy telefoniert.
  110. Es gibt jeden Tag Reis und Bohnen.
  111. Von den Wahlen in den USA hat man hier kaum etwas mitbekommen. Viele wissen nicht mal, wer die Kandidaten waren.
  112. Ich bin Touristenstatus eingereist und mein Visum ist nach 90 Tagen abgelaufen.
  113. Das bedeutet, ich habe seit zwei Wochen keine offizielle Aufenthaltserlebnis mehr.
  114. Statt Bilder zu „liken“, werden sie auf Facebook geteilt.
  115. Außer dem 15. bei Mädchen ist der Geburtstag hier nicht besonders wichtig.
  116. Hunde sind hier entweder Spielzeug oder Alarmanlage.
  117. Auch Fremde werden hier mit Kosenamen wie rey, amor, princesa, corazón (König, Liebe, Prinzessin, Herz) angesprochen.
  118. Viele fangen schon im Oktober an, die Häuser weihnachtlich zu dekorieren.
  119. Ein komplett neuer Haarschnitt hat meine Freundin nur 5000c, also nicht mal 10€ gekostet.
  120. In unserer Schule hängt seit kurzer Zeit ein Kreuz mit Jesus, und jedes Mal, wenn meine Klassenkameraden daran vorbeikommen, bekreuzigen sie sich.
  121. Es gibt noch einige wenige Gegenden in Costa Rica, wo Eingeborene mit ihrer traditionellen Sprache und besonderen Bräuchen leben.
  122. Die Provinz Limon hat starken karibischen Einfluss.
  123. Im Taxi fahren nennt man hier „piratar„.
  124. Ein Volksbrauch sind die sogenannten bombas, kurze reimende Sprüche mit oft unanständigem Inhalt.
  125. Es kommt ein Hurrikan auf Costa Rica zu und es gibt Warnungen, bei Regen nicht das Haus zu verlassen. Wegen des Regens der letzten Tage fahren auch viele Busse nicht.
  126. Der tropische Wirbelsturm heißt Otto. Ja, wirklich.
  127. Wegen Otto haben wir den Rest der Woche keinen Unterricht mehr.
  128. Es gab heute ein heftiges Erdbeben in San Salvador, von dem man auch hier ein schwaches Zittern bemerkte.
  129. Heute ist „Black Friday“ und es gibt extreme Rabatte auf Kleidung.
  130. Für Süßes ist leche condensada, gezuckterte Kondensmilch sehr beliebt.
  131. Ein typischer Nachtisch ist budin, das Rezept findet ihr seit gerade eben hier.
  132. Erstaunlich wenige Häuser haben einen Festnetzanschluss, telefoniert wird fast immer mit dem Handy.
  133. Hier gibt es viel Schokolade von der amerikanischen Marke Hershey’s.
  134. Milka exisitiert auch, ist aber sehr teuer.

    Dezember

  135. Die deutsche Marke Ritter Sport habe ich einmal in einem Walmart gesehen – für über 4€ pro Tafel.
  136. Frauen und Männer spricht man hier oft einfach mit señor/señora an.
  137. Zu Mädchen und Jungen sagt man „muchacho/a„.
  138. Das Wort macho bedeutet nicht etwa Chauvinist, sondern einfach nur blond.
  139. Reggae ist eine weit verbreitete Musikrichtung unter Jugendlichen.
  140. Wichteln heißt hier amigo secreto, also heimlicher/geheimer Freund.
  141. Eben das ist zu Weihnachten in den großen Familien sehr beliebt, damit man nicht für alle Geschenke kaufen muss.
  142. Der Konsum für Alkohol ist in Costa Rica erst ab 18 Jahren legal.
  143. Das ist den meisten aber relativ egal.
  144. Viele Städte haben Namen mit „San“, sind also nach Heiligen benannt.
  145. Die Stromleitungen sind wie in den USA auch überirdisch.
  146. Turnschuhen heißen hier tennis.
  147. Dazu trägt man keine oder nur weiße Socken.
  148. Sehr typisch für Weihnachten sind tamales, in Bananenblätter eingewickelte Happen mit einer Teigmasse, Fleisch, Reis und Gemüse (siehe Foto!). img-20161216-wa0004
  149. Ein schönes Wort, um Zuneigung zu zeigen, ist mi cielo, also mein Himmel.
  150. Beziehungen sind auch in jungem Alter schon sehr üblich und Single sein ist eher die Ausnahme.
  151. Die Buckel im Verkehr (Tempohemmschwelle, das Wort musste ich nachgucken!) heißen hier entweder muertos, „Tote“, oder policias dormidos, „schlafende Polizisten“, weil die Dinger wie Körper auf der Straße liegen.
  152. Richtiges Brot, wie wir es aus Deutschland kennen, gibt es so gut wie nicht, nur Toast und Baguette aus Weißmehl =(
  153. Das Niveau der öffentlichen Universitäten ist deutlich höher als das der privaten. Klingt komisch, liegt aber daran, dass man in den privaten viel schneller mit dem Studium fertig ist. Dafür muss man eben auch ordentlich Geld hinlegen…
  154. Der typische Weihnachtskuchen in Costa Rica ist aus einem dunklen Teig und enthält viiiele Nüsse und Rosinen.
  155. Ein beliebtes Getränk im Dezember ist rompope, eine Art Eierlikör.
  156. Wind ist hier total mit Weihnachten assoziiert.
  157. Tamales machen ist ein Riesenaufwand und eine Weihnachtstradition. Verwandte werden eingeladen und man steht den ganzen Tag zusammen in der Küche. Das machen wir heute  🙂
  158. Wo ich mir heute die Nägel lackieren ließ, kostet es ca. vier Euro. 
  159. Die Weihnachtslieder kenne ich teilweise aus dem Spanischunterricht.
  160. Heute am 25. ist das eigentliche Fest, das mit der Familie verbracht wird.
  161. Ich habe deutsches Gebäck gemacht: Kokosmakronen, Butterkekse und gebrannte Mandeln. Alles ist super angekommen. 🙂
  162. Hier lebe ich auf 1100m Höhe, das Dorf, in dem ich früher wohnte, liegt auf 1700m.
  163. al chile, wörtlich „zur Paprika„, bedeutet sowas wie „im Ernst?!“.
  164. In meiner Gegend gibt es unglaublich viele Kaffeeplantagen.
  165. Das Wetter ist gerade total schön und sonnig mit frischem Wind.
  166. Silvester verbringen viele Familien am Strand.

    Januar

  167. Es gibt in Costa Rica Thermalquellen, die vom Vulkan beheizt werden.
  168. Wir wechseln einmal wöchentlich Bettbezug, Kissen und Decken.
  169. Viele Küchen haben Gasherde.
  170. Im Moment gibt es in Zapote eine Art Festival zum Jahresbeginn, das berühmt für die Stierkämpfe ist.
  171. In Costa Rica werden die Stiere allerdings nicht getötet.
  172. Heute ist genau die Hälfte meines Auslandsjahres vorbei. Unglaublich, oder?!
  173. Mein Abreisedatum wurde auf den 29. Juni 2017 festgelegt.
  174. Ein weiteres typisches Frühstück hier ist tortilla aus Maismehl, was ich sehr gerne mit Ei und Avocado esse.
  175. Der Wechselkurs des Euros ist in den letzten Wochen stark gefallen und ist mittlerweile bei 570.
  176. Die ersten 12 Tage im Januar heißen pintas und nach einem Volksglauben sagen sie das Wetter der Monate vorher. Demnach bekommen die Ticos einen heißen September…
  177. Telenovelas, so nennt man Seifenopern hier, sind sehr beliebt.
  178. Mein neues Lieblingsgetränk ist agua dulce, Sirup aus Zuckerrohr mit heißem Wasser.
  179. Playa Ostional ist ein Strand, der berühmt für die Menge an Schildkröten ist, die dort ihre Eier eingraben.
  180. Obwohl dort so viele ankommen, ist diese Spezies vom Aussterben bedroht.
  181. Deshalb hat die Regierung spezielle Maßnahmen ergriffen, um den Bestand der Schildkröten zu erhalten (das erkläre ich bald ausführlicher in einem Post).
  182. Salat wird hier mit Zitrone und Salz gegessen.
  183. Ich habe Yoga beim Sonnenuntergang am Meer gemacht. 
  184. Heute ist mein Geburtstag.
  185. Eine Spezialität ist copo oder granizado, geraspeltes Eis mit Sirup und süßer Kondensmilch. 
  186. Die Mondsichel ist hier nicht rechts oder links, sondern wegen der Nähe zum Äquator unten bzw. oben.
  187. In der Zeitung gibt es eine Seite, auf der Verbrechen in Details beschrieben werden: Morde, Unfälle oder Diebstähle, inklusive Fotos und Interviews mit Bekannten des Opfers.
  188. Der Sänger Sean Paul war letzte Woche in Palmares (OMG).
  189. Als Antwort auf gracias (danke) sagt man hier nicht de nada (für nichts) wie in Spanien, sondern con gusto (mit Vergnügen).
  190. Hier hat jetzt offiziell der Sommer angefangen.
  191. Ein Riesending hier sind die bandas, Musikgruppen mit bis zu 200 jugendlichen Mitgliedern, die bei Festumzügen spielen und oft dazu noch eine Tanzperformance hinlegen.
  192. dulce de leche gewinnt man, indem man die Blechdosen mit leche condensada für einige Stunden in heißem Wasser kocht. Meistens kauft man es aber fertig.
  193. In der Provinz Limon gibt es einen besonders witzigen Dialekt, der Patua oder Mekatelyu (von Englisch „may I tell you“) genannt wird und eine Mischung aus Spanisch, Englisch und Französisch ist.
  194. Wer sich das mal anhören will, dem empfehle ich Clases de Patua auf YouTube.
  195. Bei den Festen in Palmares gab es einen sogenannten carnaval mit Tänzern, lauter Musik und Umzugswägen.
  196. Hier in der Gegend gibt es viele wunderschöne miradores, Aussichtspunkte.
  197. In der 11. Klasse werde ich das Schulfach Philosophie haben.
  198. Man hat hier erst ab der 1o. Chemie, Biologie und Physik als getrennte Fächer.

    Februar

  199. Ich hatte letztes Jahr im Zeugnis einen Schnitt von 91 und bin ziemlich stolz darauf.
  200. Wir sind bei unglaublichen 200 Tagen in Costa Rica angelangt.
  201. Ein tolles Wort ist pereza, bedeutet so viel wie Faulheit oder Trägheit, aber kann auch keine Lust oder wie umständlich heißen.
  202. Ich habe endlich den Unterschied zwischen Sociales und Cívica verstanden.
  203. picadillo ist ein typisches Essen hier und besteht meistens aus Gemüse und Fleisch. Es gibt alle möglichen Varianten, mit Mais, Kartoffeln, Chayote oder Kürbis.
  204. Jeden Tag im Fernsehen wird ungefähr siebenmal das Vaterunser gesungen.
  205. Ich habe jetzt eine Kommode für meine Sachen.  🙂
  206. Heute hat nach zwei Monaten die Schule wieder angefangen!
  207. Beliebt ist auch tamal, ein saftiger Kuchen mit Mais (nicht zu verwechseln mit den herzhaften tamales zu Weihnachten).
  208. Bei Hochzeiten ist der baile del billete eine Tradition – die Gäste stecken dem Beautpaar Geldscheine mit Wäscheklammern an die Kleidung, um mit den Frischveheirateten zu tanzen.
  209. Apfelschorle ist ein Getränk für festliche Angelegenheiten.
  210. Mein Schulweg dauert jetzt im Bus 40 Minuten.
  211. Ich bin seit zwei Monaten in meiner neuen Familie und so glücklich wie nie.
  212. Jetzt zur Schulzeit frühstücke ich meistens Cornflakes oder Muffins oder Obst.
  213. Der 14. Februar ist hier nicht nur der Tag der Liebe, sondern auch der Freundschaft (hoch die Hände Singleees!).
  214. Alle sind schwer beeindruckt von deutschen Worten wie „Streichholzschächtelchen“ oder „Exmatrikulationsbescheinigung“.
  215. Gelegentlich fällt für ein paar Stunden großräumig Internet und Fernsehen aus.
  216. Ich werde immer unzuverlässiger mit den Fakten.
  217. Wenn ein Tico eine Verabredung eine halbe Stunde vor dem vereinbarten Treffen absagt, darf man das nicht persönlich nehmen.
  218. Um wirklich gut Englisch zu lernen, muss man außerhalb der Schule einen Kurs besuchen.
  219. Die meisten Jugendlichen hier können theoretisch schon Auto fahren.IMG_3862.JPG
  220. Den Führerschein bekommt man aber auch erst mit 18.
  221. Seit Schulbeginn wurden die Klassen viermal gewechselt (ganz zu schweigen vom Stundenplan, der gefühlt jeden zweiten Tag anders ist).
  222. Ein neues Schulfach für mich ist Tourismus, wo wir Events organisieren und imaginäre Hotels verwalten.
  223. In meiner Klasse ist ein Mädchen im siebten Monat schwanger.
  224. Der Schulbus ist theoretisch umsonst, aber beginnt erst im nächsten Dorf, also bezahle ich jeden Morgen 300 Colones (ca. 50 Cent).
  225. Fast alle Leute habe dunkle Augen.
  226. Dos Pinos ist eine sehr bekannte Firma, es gibt Eis, Säfte, Milch, Süßigkeiten etc von dieser Marke.
  227. Nach sieben Monaten hier lerne ich immer noch neue Früchte kennen.

    März

  228. Februar hat meine schöne Ordnung in den Zahlen durcheinandergebracht.
  229. In den letzten Wochen gab es einen Konflikt wegen eines Nicaraguaners, der auf Facebook ein Video hochgeladen hat, in dem er erklärt, weshalb sein Land besser ist als Costa Rica.
  230. Darauf gab es natürlich empörte Reaktionen der stolzen Ticos.
  231. Die Ländervorwahlnummer ist +506.
  232. Ich bin letztens mit ein paar Freundinnen zu einem Aussichtspunkt gelaufen. IMG_3940.JPG
  233. Es gibt Partys ohne besonderen Anlass, einfach nur um zu feiern.
  234. Die Tiere, die ich am häufigsten sehe, sind Hunde und Kühe.
  235. Wenn ein Junge und ein Mädchen zusammen laufen, muss der Mann an der Straßenseite gehen, um die Frau zu beschützen.
  236. Reggaeton wird sehr eng und körperbetont getanzt.
  237. Wenn jemand einen Volkswagen sieht, sagt er bocho und schlägt die nächstmögliche Person.
  238. Trends wie „Penpineappleapplepen“ oder den Bottle Dab kennt man auch hier.
  239. Costa Rica wird wegen des Spitznamens Ticos für die Einwohner auch liebevoll Tiquisia genannt.
  240. Die traditionelle Musik des Landes heißt ranchera.
  241. Heute haben wir meine Schwester nach San Jose zu ihrer Wohnung gebracht, in der sie ab jetzt unter der Woche lebt.
  242. Für studierende Söhne und Töchter ist es üblich, das Wochenende bei den Eltern zuhause zu verbringen, auch wenn die Universität drei bis vier Stunden Autofahrt entfernt ist.
  243. Die Reaktion darauf, dass in Deutschland nicht jeder täglich das Bett macht, war extrem witzig.
  244. Heute haben wir in Tourismus ein Event namens „Baby Shower“ organisiert, als Überraschung für unsere schwangere Mitschülerin, mit Sandwiches, Dekoration, lustigen Spielen und Geschenken.IMG_4539.JPG
  245. Mit dem Volleyballteam werden wir am Campeonato Nacional teilnehmen.
  246. Zu uns kommt zweimal wöchentlich eine Putzfrau, die Lilli heißt und mit uns isst.
  247. Ich wasche meine ganze Kleidung am Samstag und einmal unter der Woche, meistens mittwochs, meine Uniform (ich habe zwei Blusen, einen Rock und eine Hose).
  248. Ich habe den Fehler gemacht und von meinem deutschen Spitznamen „Wölkchen“ erzählt, der hier prompt zu nubecita spanisiert wurde.
  249. In meiner Nachbarschaft wurden neulich die Zuckerrohrfelder abgeerntet und jetzt sieht es hier komplett anders aus.
  250. Die neuen Lieder von Ed Sheeran sind in den Charts auf den ersten Plätzen.
  251. Wenn man noch nicht seinen ersten Kuss hatte, wird man pollito („Küken“) genannt.
  252. Die Uniform an der Grundschule hat fast immer Röcke für Mädchen.
  253. Die Berggegenden hier sind das ganze Jahr über sehr windig.IMG_5110
  254. Es gibt zu den Dorffesten fast immer einen Schönheitswettbewerb, der reinado („Krönung“) genannt wird.
  255. Ab der 10. Klasse besteht man Examen nicht mehr mit 65, sondern erst ab 70 Punkten.
  256. Saft wird am Kiosk unserer Schule in Plastiktüten verkauft.
  257. Das in Deutschland sogenannte „Trillern“ beim Tischkicker wird hier chocolate genannt.
  258. Um zu studieren, muss man neben dem Abschlussexamen der Schule einen weiteren Test an der Universität machen. Dieser geht um Logik und Intelligenz, während das Abitur hier fast ausschließlich aus Auswendiglernen besteht.
  259. Im Moment ist hier die Zeit für chiverre, eine Art Frucht oder Gemüse (das weiß niemand so genau).
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    „wir verkaufen miel de chiverre“

    April

  260. Aus chiverre macht man unter anderem miel, eine Art Honig mit dem Sirup der Zuckerrübe.
  261. Das gibt es auch mit chayote (Kürbis) und schmeckt superlecker.
  262. Hier ist es völlig normal, als Schüler von Lehrern im Auto nach Hause gebracht zu werden.
  263. Dieses Jahr kommen Justin Bieber und Ed Sheeran für Konzerte nach Costa Rica.
  264. Besonders empanadas, gefüllte Teigtaschen, sind toll mit Chiverre.
  265. Wir haben sechs Stunden die Woche das Schulfach Tourismus und machen eigentlich nur Essen und Ausflüge (fine by me!).
  266. An unserer Schule gibt es jetzt Mandarin-Unterricht und ich habe mich mit der Chinesin angefreundet.
  267. Hier gibt es kein Ostern wie wir es kennen, sondern nur Semana Santa (Heilige Woche).
  268. Es gibt Traditonen wie Gebete und Fackelumzüge in den Dörfern.
  269. Neben den langen Ferien um Weihnachten gibt es außer Ostern nur noch zwei freie Wochen im Juli.
  270. Es werden keine Eier gefärbt 😦
  271. Viele Leute fahren an die Strände, aber es ist eher üblich, zuhause zu bleiben.
  272. Es gibt günstige Busreisen in die Nachbarländer.
  273. Ratet mal? Ich bin mit zwei Freundinnen (einer Deutschen und einer Finnin) für vier Tage nach Nicaragua gefahren.
  274. Mir ist klar geworden, dass Costa Rica im Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Nationen wirlich sehr fortschrittlich und entwickelt ist.
  275. Der Lebensstandard ist höher. In Nicaragua beträgt der monatliche Mindestlohn nur etwa 170$ (in Costa Rica etwa 600$ und in Deutschland über 1000$ – ich habe ein bisschen recherchiert, aber keine festen Werte gefunden…).
  276. Außerdem ist das Stadtbild dort deutlich älter und es gibt Gebäude im neoklassischen, kolonialen und neogotischen Stil. San Jose ist dagegen unglaublich modern.
  277. Nicaragua und Costa Rica streiten sich darum, wer den Gallo Pinto erfunden hat.
  278. Wie bereits einmal erwähnt gibt es auch ernstere Konflikte zwischen den beiden Ländern, unter anderem deswegen, weil viele arbeitslose Nicaraguaner hierher kommen und für die Kriminalität bekannt sind. Das sind allerdings Vorurteile und tatsächlich übernehmen sie viele wichtige Aufgaben (Gärtner, Haushälter, Straßenkehrer, Busfahrer).
  279. Die Währung dort heißt Córdoba und dreißig entsprechen einem US-Dollar (glaubt mir, dass ich mit Euro, Colones, Dollar und Colones ganz schön durcheinander gekommen bin!).
  280. Alle Asiaten (oder besser gesagt alle Personen mit östlich anmutenden Zügen) sind automatisch „chinos“.
  281. Die beliebteste Serie hier ist vermutlich „The Walking Dead“.
  282. In den letzten Tagen gab es zum ersten Mal seit Monaten wieder Regen.
  283. Die Klassenarbeiten in Musik bestehen darin, die Hymnen des Landes zu singen.
  284. An jeder Schule gibt es einen Präsidenten und der Wahlprozess ist ein Riesending mit Kandidaten, Propaganda und Aktivitäten.
  285. Der Name für die Vorbereitung der Wahlen ist plazas publicas.
  286. In Tourismus sind die Examen zum Beispiel ein Event organisieren, internationale Gerichte vorstellen oder Geburtstagseinladungen entwerfen.
  287. Mein Deutsch wird immer schlechter.
  288. Cousins ersten Grades werden hier primo-hermanos genannt (Geschwister-Cousins).
  289. Hier gibt es auch die Kinderserie „In einem Land vor unserer Zeit“ mit den Dinosauriern!
  290. Ich spreche mittlerweile fließend Spanisch, das einzige, was mir Probleme bereitet, ist mein leichter Akzent – vor allem die Aussprache des „r“.

    Mai

  291. Der erste Mai ist auch in Costa Rica ein Feiertag.
  292. In diesem Monat gibt es jedes Jahr eine Insektenplage der sogenannten abejones. Das sind große Käfer, die nachts Leute terrorisieren und unglaublich laut brummen.
  293. Heute hat meine Gastmutter Geburtstag und ich habe ihr einen Schlüsselanhänger, eine Keramikvase aus Nicaragua und Schokolade geschenkt.
  294. Neben getoasteten platanos sind auch Yucca-Chips ein beliebter Snack.
  295. Wir sind schon wieder in Examenphase, die zweiten Prüfungen des ersten Semesters.
  296. Auf Spanisch existiert das Sprichwort „wenn die Katze aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch“ ebenfalls.
  297. Fußballspiele des lokalen Vereins schauen ist hier ein riesiges soziales Event.
  298. Eine beliebte Fernsehshow hier heißt „Tu Cara Me Suena“ und besteht darin, dass Sänger die Lieder von anderen Künstler performen.
  299. In Costa Rica existieren fünf aktive Vulkane.
  300. Für Menschen, die viel unterwegs sind, gibt es hier den Ausdruck pata caliente, das bedeutet wörtlich „heiße Füße“, weil man nicht an einem Ort bleiben kann. Meine Gastmutter nennt mich außerdem liebevoll callejera (Streunerin).
  301. Teilweise werden Schulbusse als normale Busse eingesetzt.
  302. Früher wurden überall Holzöfen zum Kochen benutzt und bei vielen Großeltern gibt es sie immer noch.
  303. Es ist ein typisches Date, mit dem Partner in die Messe zu gehen.
  304. Diese Woche finden die Präsidentschaftswahlen an unserer Schule statt.
  305. Jeden Tag wird kräftig Wahlkampf gemacht, am Donnerstag gibt es die berühmte Debatte und am Freitag findet die Abstimmung statt.
  306. Es gibt zwei Parteien, der Abschlussjahrgang und eine Union der Neunt- und Zehntklässler.
  307. Besagte Parteien haben eine Flagge, Namen, Logo, Wappentier, Kandidat, Motto und Farben.
  308. Unsere Gruppe nennt sich uncanni (ein englisches Wort für unheimlich, übernatürlich), der Spruch dazu lautet „über das Gewöhnliche hinaus“ und unser Maskottchen ist der Waschbär.
  309. Die andere Partei heißt Celta und hat als Tier eine Eule.
  310. Bei den sogenannten plazas publicas gestaltet und organisiert jeweils eine Gruppe den Nachmittag mit der ganzen Schule in der Turnhalle, die dekoriert und abgedunkelt wird.
  311. Dabei gibt es alle möglichen Aktivitäten, vor allem Tänze, aber auch Spiele und Vorstellungen.
  312. Wir konnten uns nicht auf ein Thema einigen und haben deswegen Dschungel, Strand und Zombies kombiniert. Fragt mich nicht wie, aber es hat geklappt.
  313. Ich habe als Untote verkleidet Leute über die Bühne gejagt und „Thriller“ getanzt.
  314. Unsere Partei hat gewonnen und jetzt hat die Schule einen neuen Präsident!
  315. Sapo wird hier als Ausdruck für Leute benutzt, die sich in Dinge einmischen die sie nichts angehen. Eigentlich bedeutet das Wort Frosch.
  316. Es gibt in der 11. Klasse ein Fotoshooting mit dem typischen Graduationsmantel und Doktorhut.
  317. In meiner Stadt gibt es nicht ein Kettenrestaurant (McDonalds, PizzaHut, Tacobell, Subways) – nur lokale Sodas.
  318. Es ist definitiv Tradition, an Geburtstagen der jeweiligen Person einen Post mit vielen gemeinsamen Fotos und einigen lieben Sätzen zu widmen.
  319. Vegetarier sind hier deutlich unüblicher („wie, du isst kein Fleisch? Aber Hühnchen schon, oder? Was, Schinken auch nicht?!“).
  320. Es kommt gelegentlich vor, dass es an der Schule kein Wasser gibt, und dann fällt eben Nachmittagsunterricht aus.
  321. Viele Menschen haben einen Ernährungsberater.
  322. Im Spanischunterricht müssen wir unter anderen Robinson Crusoe und Kafkas „Die Verwandlung“ lesen.

    Juni

  323. Im Abschlussjahrgang gibt es den Brauch der serenatas, bei der alle Mädchen der Stufe nachts die Jungs besuchen und singen und umgekehrt ebenfalls überraschend Besuch bekommen.
  324. Leider artet diese lustige Tradition manchmal in Vandalismus und Unruhestiftung, Lärmbelästigung und Sachbeschädigung aus.
  325. Es gibt hier brotmäßig eigentlich nur Baguette und Toast.
  326. Alle großen Events und Konzerte finden im Parque Viva in Alajuela statt.
  327. Die Leute schaffen es, Pizza mit fünf Fleischsorten zu belegen (Hackfleisch, Salami, Schinken, Bacon und Würstchen).
  328. Ich habe den drittbesten Trimester-Notendurchschnitt aus meiner Klasse.
  329. Mehr als Diskos besucht man hier Salons, um tanzen zu gehen (Merengue, Bolero, Salsa, Bachata…).
  330. Ich verstehe immer noch nicht, warum Mangos, Ananas und Kaffee, aber keine platanos exportiert werden.
  331. In Costa Rica nennen viele Menschen eine Magendarm-Verstimmung pega.
  332. Dagegen hilft laut Volksglaubem sobar, eine traditionelle Heilmethode, bei der man den Unterarm der betroffenen Person stark massiert.
  333. Ich kann mittlerweile die ganzen positiven Adjektive aus Punkt 44 auseinanderhalten und richtig benutzen: guap@ – hübsch, hermos@ – wunderschön, precios@ – bildhübsch, lind@ – lieb/süß, bell@ – schön, maravillos@ – zauberhaft, bonit@ – nett/schön
  334. Wenn man bei einem Freund zuhause schläft, dann duscht man sich dort morgens völlig selbstverständlich.
  335. Ein netter Abschiedsgruß ist „möge das Blut Christi dich bedecken“.
  336. Es schläft mindestens einmal pro Woche ein Mitschüler von mir in irgendeinem Schulfach ein.
  337. Beim Chatten schreibt man statt „haha“ auf Spanisch „jaja“.
  338. Das deutsche ja wird ausgesprochen wie hier ya, was wiederum „es reicht“ oder „jetzt schon“ bedeutet.
  339. Heute in zwei Wochen fliege ich nach Deutschland zurück und ich kann diese Information noch nicht ganz verarbeiten.

 

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