Archiv der Kategorie: Auslandsjahr

Serenatas – Minnesang und Vandalismus

Das ist doch schon eine vielsprechende Überschrift…
Aber von vorne, liebe Freunde.

Die serenatas sind eine Tradition, der auf den ersten Blick aussieht wie Minnesang aus dem Mittelalter: der Mann besucht seine Geliebte zuhause und singt vor ihrem Fenster, um ihr Herz zu erobern. In Lateinamerika ist das immer noch der Hit, wenn ein Junge bei seiner Verehrten landen will. Dann wird oft eine Gruppe der sogenannten „mariachi“ gebucht, die dann wirklich zu ihr nach Hause kommen und in traditioneller Kleidung, mit Hüten und Instrumenten Liebeslieder spielen. Ein befreundetes Pärchen hat das tatsächlich gemacht, inklusive Rosen und Schokolade.

Aber das, wovon ich euch heute erzählen will, ist noch mal etwas komplett anderes. Ein typisch costa-ricanischer Brauch, bei dem die Elftklässler (also die Abschlussjahrgang) sich absprechen, um ihre Klassenkameradinnen nachts zu besuchen und umgekehrt. Dabei geht es aber keinesfalls ruhig und romantisch zu… Serenatas – Minnesang und Vandalismus weiterlesen

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Präsidentenwahl

…nein, nicht die in den USA. Davon habe ich letzten November wahrscheinlich weniger mitbekommen als ihr in Deutschland, weil die meisten Ticos nicht sonderlich am  internationalen Geschehen interessiert sind. Einige wussten nicht einmal, wer eigentlich die Kandidaten waren – obwohl die Politik der Vereinigten Staaten sie als (Mittel-) Amerikaner ja auch stark betrifft.

Ich als gebürtige US-Bürgerin habe die Wahl dagegen fassungslos verfolgt und war ein wenig frustriert von der Gleichgültigkeit und dem Nichtwissen meiner Klassenkameraden.

Aber ich schweife ab… Das heutige Thema ist nämlich wie im ersten Satz angekündigt eigentlich ein ganz anderes  😉 Präsidentenwahl weiterlesen

…willkommen zurück!

Ach, wie schön, wieder da zu sein!

Das darf jetzt im doppelten Sinne verstanden werden – ich bin seit ca. zwei Monaten zurück in Deutschland und nach fast fünf Monaten auch endlich wieder hier bei El Rundo Mundo aktiv! Und glaubt mir, ich habe viiiel zu erzählen. …willkommen zurück! weiterlesen

NICARAGUA

Am Dienstag hatte ich die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben, in den freien Tagen um Ostern etwas unternehmen zu können. Die Ticos bleiben meistens zuhause zum Beten und Reflektieren, meine Gastschwester musste für die Uni lernen und meine Mutter hat gearbeitet und gewaschen. Zwei Freundinnen und ich hatten eine Reise nach Nicaragua geplant, aber Intercultura wollte uns die Erlaubnis, das Land zu verlassen, am Freitag nicht mehr ausstellen, weil das Büro schon geschlossen war. Jedenfalls riefen sie mich an, als ich am Dienstag mit Freunden in Zarcero unterwegs war, dass wir spontan doch gehen konnten. Als ich abends nach Hause kam, packte ich meinen Koffer, legte den Reisepass bereit, die Sonnenbrille raus und am nächsten Tag ging es los. NICARAGUA weiterlesen

Summer Camp Intercultura

Auch in den Ferien gab es einen Ausflug meiner Organisation – ein Schildkrötenvoluntariat am Strand. Auch wenn es für fünf Tage ziemlich teuer war, war ich dabei! Die meiste Zeit habe ich ja bei den Großeltern im Nachbardorf verbracht und ein bisschen Strand wollte ich dann doch.

Am 11. Januar ging es los… um 6 Uhr morgens in San Jose. Die Nacht davor hatte ich wie üblich mit drei anderen im Hotel geschlafen, um uns eine nächtliche Busfahrt zu ersparen. Insgesamt waren wir sieben Teilnehmer, also eine sehr kleine Gruppe, deshalb war bis kurz vorher nicht klar, ob das Camp wirklich stattfinden würde. Letztendlich klappte es aber doch und ich fand es super mit wenigen Leuten. Mit uns kam die Mitarbeiterin von intercultura, die uns Juli die ersten Tage in Costa Rica begleitet hatte. Sie ist sehr jung und total nett, außerdem Yogalehrerin, aber dazu später mehr. Wir hatten einen Minibus für uns und schon die vierstündige Fahrt nach Guanacaste war echt schön und entspannt, mit Musik und Snacks von der Tankstelle. Summer Camp Intercultura weiterlesen

Feiertage und Ferien

Buenos días a tod@s!

Wie geht’s, wie steht’s? Ich hoffe, ihr habt den Rest von 2016 gut überstanden und seid motiviert und voller neuer Hoffnung ins neue Jahr gestartet! Nachdem ich kurz vor Weihnachten noch schnell eine Zusammenfassung des Dezembers geschrieben habe, möchte ich heute berichten, wie Heiligabend und Silvester abgelaufen sind.

Wie ihr vielleicht wisst, dauern die langen Ferien hier bis Februar, mir bleiben also noch einige freie Tage. Im Moment bin ich allerdings bei den Großeltern und habe kein Internet, weiß also nicht, wann ich das hier veröffentlichen kann. Aber eins nach dem anderen… Setzen wir da an, wo ich das letzte Mal aufgehört habe: an Weihnachten. Feiertage und Ferien weiterlesen

Abenteuer in La Fortuna

Hola amig@s!

(das @-Zeichen wird im Spanischen benutzt, um a/o-Endungen, also männlich/weiblich auszudrücken. In diesem Fall eine Kurzschreibweise von amigos/amigas = Freunde und Freundinnen).

Etwas verspätet will ich heute ein wenig von meinem Ausflug nach La Fortuna berichten. Eine deutsche Austauschschülerin, die dort lebt, hat uns nämlich für einige Tage eingeladen. Abenteuer in La Fortuna weiterlesen

Die einzige Konstante im Universum ist Veränderung.

Hallo alle zusammen!

Seit dem letzten Post zum Hurrikan Otto ist es noch nicht so lange her (3 Wochen), aber es ist dermaßen viel passiert, dass dringend ein Update hermuss. Mich haben auch schon viele liebe Menschen angeschrieben, wie es mir so geht – danke! Ich schulde euch allen eine Erklärung. Die einzige Konstante im Universum ist Veränderung. weiterlesen

Hurrikan Otto

In diesem Post will ich ein wenig Information zu dem tropischen Wirbelsturm geben, der Costa Rica in den letzten Tagen getroffen hat, und besonders allen, die sich Sorgen gemacht haben, bestätigen, dass ich in Sicherheit bin. Zum Ende gibt es ein kleines persönliches Update. Keine Bilder heute, bin zu faul für den Copyright-Prozess, sorry.

Vielleicht habt ihr in den Nachrichten davon mitbekommen, dass diese Woche ein Hurrikan namens Otto über Zentralamerika gefegt ist. Zudem gab es am Donnerstag ein Erdbeben in El Salvador, von dem ich hier auch ein schwaches Zittern bemerkt habe. Allerdings war es kaum spürbar und viele haben nichts mitbekommen. Ich saß gerade auf einem Barhocker an der Küchentheke und dachte zuerst, der Hund würde am Stuhl rütteln, bis mein Gastvater rief „ein Erdbeben!“ und ich gleichzeitig die Nachricht „wir werden alle sterben“ von einem Freund bekam. Küstenbewohner wurden zwar angewiesen, höhere Gebiete aufzusuchen, und es gab eine Tsunamiwarnung, Schaden hat das Erdbeben hier aber nicht angerichtet. Hurrikan Otto weiterlesen